Vaillant aroTHERM plus: Wärmepumpe im Überblick - Solar Hamm

Wärmepumpe

Vaillant aroTHERM plus:
Wärmepumpe im Überblick

Die Vaillant aroTHERM plus gehört zu den meistverkauften Luft-Wasser-Wärmepumpen in Deutschland. Sie arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R290, erreicht Vorlauftemperaturen bis 75 °C und ist sowohl für Neubauten als auch für die Modernisierung von Bestandsgebäuden mit vorhandenen Heizkörpern geeignet. Solar Hamm installiert die aroTHERM plus als zertifizierter Vaillant-Fachbetrieb in Hamm und der Region.

Aktualisiert: 07. Juni 2026 · Solar Hamm GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Vaillant aroTHERM plus erreicht Vorlauftemperaturen bis 75 °C und kann damit klassische Heizkörper im Altbau betreiben, ohne dass eine Fußbodenheizung nötig ist.
  • Das natürliche Kältemittel R290 (Propan, GWP 3) macht die Anlage zukunftssicher und qualifiziert für den 5 % Effizienzbonus in der BEG-Förderung.
  • Im Nachtmodus erreicht die aroTHERM plus einen Schalldruckpegel von nur 27,5 dB(A), geeignet für dicht bebaute Wohngebiete und Reihenhaussiedlungen.
  • Die neue Generation /8.1 (ab September 2025) bietet einen SCOP von bis zu 5,4 bei 35 °C Vorlauftemperatur und die Energieeffizienzklasse A+++.
  • Als Monoblock-System verlaufen zwischen Außengerät und Haus nur Heizwasserleitungen, was die Installation vereinfacht und keine F-Gas-Zertifizierung des Installateurs erfordert.

Technische Daten im Überblick

Die aroTHERM plus ist in fünf Leistungsgrößen erhältlich: 3, 5, 7, 10 und 12 kW. Die Modellbezeichnungen lauten VWL 35, VWL 55, VWL 75, VWL 105 und VWL 125. Seit September 2025 ist die überarbeitete Generation /8.1 am Markt, die gegenüber der Vorgängergeneration /6 A verbesserte Effizienz-, Akustik- und Regelungstechnik bietet. Beide Generationen werden derzeit parallel verkauft.

Die wichtigsten Kenndaten der Generation /8.1:

Kältemittel: R290 (Propan), GWP 3 Maximale Vorlauftemperatur: 75 °C (Wärmepumpenbetrieb) Energieeffizienzklasse: A+++ bei 35 °C Vorlauf, A++ bei 55 °C Vorlauf SCOP (A7/W35): bis zu 5,4 ETAs: bis zu 202 % bei 35 °C Vorlauftemperatur Schalldruckpegel Nachtmodus: 27,5 dB(A) Schallleistungspegel: je nach Modell ca. 49 bis 57 dB(A) Bauweise: Monoblock (alle Kältekreiskomponenten im Außengerät) Einsatzgrenze: bis -20 °C Außentemperatur Garantie: 5 Jahre (nach digitaler Aktivierung)

Hinweis: Exakte Werte variieren je nach Modellgröße und Betriebsbedingungen. Lassen Sie sich immer die aktuellen Datenblätter vom Fachbetrieb vorlegen.

Vorlauftemperatur: Was bedeutet das für Sie?

Die Vorlauftemperatur ist der entscheidende Faktor, wenn es darum geht, ob eine Wärmepumpe zu Ihrem Gebäude passt. Die aroTHERM plus erreicht im Wärmepumpenbetrieb bis zu 75 °C, ohne auf einen elektrischen Heizstab angewiesen zu sein. Das ist im Marktvergleich ein Spitzenwert.

Allerdings sinkt die Effizienz mit steigender Vorlauftemperatur spürbar. Als Orientierung:

Bei 35 °C Vorlauf (typisch für Fußbodenheizung): Jahresarbeitszahl (JAZ) ca. 4,5 bis 5,0 Bei 55 °C Vorlauf (sanierter Altbau mit Heizkörpern): JAZ ca. 3,5 bis 3,8 Bei 70 bis 75 °C Vorlauf (alter unsanierter Bestand): JAZ fällt auf ca. 3,0 bis 3,2

Für eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung im Altbau empfehlen Fachleute, die Vorlauftemperatur durch einen hydraulischen Abgleich und gegebenenfalls den Tausch einzelner Heizkörper auf 45 bis 55 °C zu senken. Schon jedes Grad weniger Vorlauftemperatur bringt rund 2,5 % mehr Effizienz. Der hydraulische Abgleich ist zudem Pflicht für die BEG-Förderung.

Schallpegel und Aufstellung

Lautstärke ist ein häufiges Thema bei Wärmepumpen, besonders in Wohnsiedlungen oder bei engen Grundstücksverhältnissen. Die aroTHERM plus gehört zu den leisesten Geräten in ihrer Klasse.

Im Normalbetrieb arbeitet sie mit einem Schallleistungspegel von ca. 49 bis 57 dB(A), je nach Modellgröße. Im schallreduzierten Nachtmodus sinkt der Schalldruckpegel in 3 Metern Entfernung auf 27,5 dB(A). Das ist vergleichbar mit einem leisen Flüstern und deutlich leiser als viele Konkurrenzgeräte. Die Anlage eignet sich damit auch für dicht bebaute Wohngebiete und Reihenhaussiedlungen.

Bei der Aufstellung gilt zu beachten: Das Kältemittel R290 (Propan) ist schwerer als Luft und sammelt sich bei einer Undichtigkeit am Boden. Vaillant hat hierfür ein eigenes Sicherheitskonzept entwickelt, das die notwendigen Mindestabstände zu Lichtschächten, Kellerfenstern und Gullys auf ein Minimum reduziert. Das Fundament muss laut Installationsanleitung mindestens 20 cm über dem Bodenniveau liegen. Trotzdem sollte die konkrete Aufstellungssituation immer vorab vom Fachbetrieb geprüft werden.

Kältemittel R290: Warum es ein Vorteil ist

Die aroTHERM plus setzt seit ihrer Markteinführung auf das natürliche Kältemittel R290, besser bekannt als Propan. Das ist nicht selbstverständlich: Vaillant gehörte 2019 zu den ersten Herstellern, die ein Seriengerät mit R290 auf den Markt brachten.

Die Vorteile von R290:

Klimafreundlichkeit: Das Treibhauspotenzial (GWP) liegt bei 3, verglichen mit mehreren Hundert oder sogar über Tausend bei synthetischen Kältemitteln wie R410A oder R32. Zukunftssicherheit: R290 ist nicht von den schrittweisen EU-Verboten für fluorierte Treibhausgase (F-Gase) betroffen. Höhere Effizienz: Das Kältemittel ermöglicht höhere Vorlauftemperaturen und trägt zur Effizienz des Systems bei. Förderbonus: Anlagen mit natürlichem Kältemittel erhalten einen zusätzlichen Effizienzbonus von 5 % in der BEG-Förderung (KfW-Programm 458).

Die Monoblock-Bauweise bedeutet zudem, dass der gesamte Kältekreislauf im Außengerät hermetisch versiegelt ist. Das vereinfacht die Installation erheblich, da der Installateur keine F-Gas-Zertifizierung benötigt.

Altbau-Tauglichkeit: Ehrliche Einschätzung

Vaillant bewirbt die aroTHERM plus als altbautauglich, und das ist technisch korrekt. Die Fähigkeit, ohne Heizstab Vorlauftemperaturen bis 75 °C zu liefern, macht sie tatsächlich zur ersten Wahl bei Modernisierungen in Bestandsgebäuden mit klassischen Heizkörpern.

Gleichzeitig gilt: Die Möglichkeit, hohe Temperaturen zu erzeugen, und der wirtschaftliche Betrieb bei hohen Temperaturen sind zwei verschiedene Dinge. Wer dauerhaft mit 70 °C Vorlauf fährt, wird eine deutlich niedrigere Jahresarbeitszahl erreichen als auf dem Papier suggeriert.

Für wen die aroTHERM plus im Altbau besonders sinnvoll ist:

Gebäude mit Radiatoren, bei denen nach hydraulischem Abgleich Vorlauftemperaturen von 45 bis 55 °C ausreichen Altbauten, bei denen einzelne unterdimensionierte Heizkörper gegen größere Modelle getauscht werden können Eigentümer, die eine Hybridlösung (Wärmepumpe plus Gas) als Zwischenschritt planen Häuser mit 120 bis 180 m² Wohnfläche, für die typischerweise die Modelle VWL 75/8.1 (ca. 7 kW) bis VWL 125/8.1 (ca. 12 kW) geeignet sind

Für unsanierte Gebäude mit sehr hohem Wärmebedarf empfehlen wir eine sorgfältige Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Eine falsch dimensionierte Wärmepumpe taktet häufig und verliert deutlich an Effizienz.

Smart-Home-Integration und PV-Synergie

Die aroTHERM plus ist SG-Ready-zertifiziert und verfügt über eine eBUS-Schnittstelle. Das bedeutet in der Praxis:

Bei PV-Überschuss kann die Wärmepumpe automatisch das Haus vorheizen oder zusätzliches Warmwasser bereiten. So wird selbst erzeugter Solarstrom direkt genutzt, bevor er ins Netz eingespeist wird. Bei Netzengpässen oder auf Signal des Energieversorgers kann die Anlage die Leistung temporär reduzieren. Die App-Steuerung über myVAILLANT ermöglicht Heiz- und Warmwasserprogramme sowie Energieverbrauchsmonitoring vom Smartphone aus.

Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage ist besonders wirtschaftlich: Wer einen Großteil des Stroms selbst erzeugt, senkt die Betriebskosten der Wärmepumpe erheblich. Solar Hamm plant beide Systeme aufeinander abgestimmt und übernimmt die gesamte Förderabwicklung.

Förderung 2026: Was Sie erhalten können

Die aroTHERM plus ist über das BEG-Programm der KfW (Programm 458) förderbar. Die Förderung setzt sich 2026 aus mehreren Bausteinen zusammen:

Grundförderung: 30 % Klimageschwindigkeitsbonus: 20 % beim Austausch einer noch funktionierenden fossilen Heizung (bis Ende 2028) Einkommensbonus: 30 % für Haushalte mit geringem Einkommen Effizienzbonus: 5 % für natürliche Kältemittel wie R290

In der Summe sind je nach persönlicher Situation bis zu 70 % Förderung möglich. Die förderfähigen Kosten sind bei Einfamilienhäusern auf 30.000 Euro gedeckelt, die maximale Fördersumme beträgt damit bis zu 21.000 Euro. Der typische Eigenanteil nach Förderung liegt erfahrungsgemäß bei ca. 9.000 bis 15.000 Euro.

Wichtig: Der Förderantrag muss vor Beauftragung gestellt werden, und der hydraulische Abgleich ist Pflichtbestandteil. Solar Hamm übernimmt die Antragstellung als Teil des Installationsauftrags.

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Häufige Fragen

Antworten auf einen Blick.

In vielen Fällen ja. Die aroTHERM plus erreicht Vorlauftemperaturen bis 75 °C und kann damit klassische Radiatoren versorgen. Entscheidend ist eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Wenn Ihre Heizkörper nach einem hydraulischen Abgleich mit 50 bis 55 °C Vorlauf auskommen, arbeitet die Anlage wirtschaftlich. Bei dauerhaft sehr hohen Vorlauftemperaturen (über 65 °C) lohnt sich ein Vergleich mit Hybridlösungen.
Im Normalbetrieb liegt der Schallleistungspegel je nach Modell bei ca. 49 bis 57 dB(A). Im schallreduzierten Nachtmodus sinkt der Schalldruckpegel in 3 Metern Entfernung auf 27,5 dB(A). Das ist leiser als ein normales Gespräch und gut geeignet für Reihenhäuser und dicht bebaute Wohngebiete.
R290 ist Propan, ein natürliches Kältemittel mit einem sehr niedrigen Treibhauspotenzial (GWP 3). Es ist zukunftssicher, da es nicht von den EU-Verboten für fluorierte Treibhausgase betroffen ist. Außerdem qualifizieren Anlagen mit R290 für einen zusätzlichen Effizienzbonus von 5 % in der BEG-Förderung.
Das hängt von Ihrer Heizlast ab, nicht allein von der Wohnfläche. Als grobe Orientierung: Für ein typisches Einfamilienhaus mit 120 bis 160 m² eignet sich häufig das Modell VWL 75/8.1 (ca. 7 kW). Für unsanierte Altbauten mit 150 bis 200 m² werden oft 10 bis 12 kW benötigt (Modelle VWL 105 oder VWL 125). Eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch den Fachbetrieb ist Pflicht.
Ja. Die aroTHERM plus ist SG-Ready-zertifiziert und kann PV-Überschusssignale empfangen. Bei Solarstromüberschuss heizt sie das Gebäude vor oder bereitet zusätzliches Warmwasser. Solar Hamm plant Wärmepumpe und PV-Anlage aufeinander abgestimmt.
Über das BEG-Programm der KfW (Programm 458) sind bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich. Die förderfähigen Kosten sind bei Einfamilienhäusern auf 30.000 Euro begrenzt, die maximale Fördersumme beträgt 21.000 Euro. Der typische Eigenanteil liegt nach Förderung bei ca. 9.000 bis 15.000 Euro. Wichtig: Der Förderantrag muss vor Auftragserteilung gestellt werden.
Die Generation /8.1 wurde im September 2025 eingeführt und bietet gegenüber der /6 A verbesserte Effizienzwerte (SCOP bis 5,4), eine optimierte Akustik und eine überarbeitete Regelungstechnik. Beide Generationen sind aktuell erhältlich. Fragen Sie beim Kauf ausdrücklich nach der aktuellen Generation.
Ja. Da Propan (R290) schwerer als Luft ist, schreibt Vaillant bestimmte Mindestabstände zu Lichtschächten, Kellerfenstern und Gullys vor. Das Fundament muss mindestens 20 cm über dem Bodenniveau liegen. Vaillant hat ein eigenes Sicherheitskonzept entwickelt, das diese Abstände gegenüber dem Marktstandard deutlich reduziert. Die konkrete Aufstellungssituation prüft Solar Hamm vorab kostenlos.
Vaillant bietet für die aktuelle aroTHERM plus eine kostenlose 5-Jahresgarantie, die nach der Installation digital aktiviert werden muss (innerhalb von 180 Tagen). Wärmepumpen haben in der Regel eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren bei regelmäßiger Wartung. Eine jährliche Inspektion durch einen Fachbetrieb ist empfehlenswert.

Wärmepumpe in Hamm und Region planen lassen

Solar Hamm installiert die Vaillant aroTHERM plus als zertifizierter Fachbetrieb in Hamm, Unna, Soest, Ahlen und der gesamten Region. Wir übernehmen Heizlastberechnung, Förderantrag und Installation aus einer Hand. Rufen Sie uns an: 02385 7783006 oder schreiben Sie uns.